Backlinkabbau wegen unnatürlich eingehender Links – Die Lügen der SEO-Agenturen

Viele Webseitenbetreiber bekamen in den Google Webmaster Tools eine Nachricht mit dem Text „Google hat ein Muster künstlicher oder unnatürlicher Links erkannt, die auf Ihre Website verweisen“ und das „infolgedessen Google eine manuelle Spam-Maßnahme“ gegen die eigene Seite verhängt hat.

Das ist eine manuelle Abstrafung, die bei vielen Webmastern für große Panik und bei einigen Agenturen für einen fetten Gewinn sorgt.
Sucht man nach Abhilfe, wird einem fast überall ein radikaler Backlinkabbau empfohlen.
Aber ist das wirklich notwendig?

Fakt ist auf jeden Fall, das bei so einer Benachrichtigung Handlungsbedarf in Sachen Backlinks besteht.
Ein rigoroser Abbau aller eingehender Links, wie es die selbsternannten SEO-Gurus überall verbreiten ist hierbei allerdings überhaupt nicht notwendig.

Mittlerweile haben sich Heerscharen von Agenturen darauf spezialisiert und belästigen arglose Webmaster sowie Webkatalogbetreiber mit Mails, in denen nicht selten mit dem Disavow Tool gedroht wird.
Oft wird die verlinkende Webseite als „schädlich“ oder „giftig“ tituliert – weil es unsinnige (und vor allem überteuerte) Online-Tools wie LinkDetox behaupten.

Ich habe ja schon mal darüber geschrieben, dass Google bislang nirgendwo veröffentlicht hat woran man einen schlechten Backlink erkennen kann.
Woher das die Wunderwaffe LinkDetox wissen will, ist mir ein Rätsel.
Anmerken möchte ich an dieser Stelle, das solche SEO-Tools dabei noch nicht mal wirklich aktuell sind. Mir wurden schon Links in Mails hinein kopiert, wo überhaupt kein Verweis auf die abgestrafte Webseite zu finden war… das nenne ich ein präzises Werkzeug für die Suchmaschinenoptimierung.

Zurück zu den SEO-Agenturen, die ihre Kunden hemmungslos über den Tisch ziehen und einen radikalen Backlinkabbau als das einzig hilfreiche Mittel anpreisen.
Aus wirtschaftlicher Sicht natürlich ein genialer Schachzug, denn nach Aufhebung der manuellen Maßnahme fehlen der Webseite ja Backlinks um im Ranking wieder nach oben zu kommen.

Es sind aber auch Webseitenbesitzer, die diesen Unfug glauben weil es so in den diversen Fachforen steht.
Alle Links müssen weg, vor allem von den ach so schädlichen Webkatalogen. Drohen ist dabei immer gut, am besten mit Disavow oder bei ganz hartnäckigen Typen auch mal mit dem Anwalt.
Neuerdings setzt man auch auf Leugnen und Lügen: „Nein, wir haben diesen Eintrag nicht gesetzt und auch nicht autorisiert“.

Ob sich diese Menschen noch selbst im Spiegel ansehen können ohne einen Brechreiz zu bekommen?

Wie sollte man nun bei einer manuellen Spam-Maßnahme wegen unnatürlich eingehender Links vorgehen?
Als erstes muss eine gründliche Analyse der Backlinkstruktur durchgeführt werden.
Dann müssen die Links entfernt werden, die aus direktem Linktausch stammen und solche, die mitten im Content einer Seite stehen (z.B. in Blogs).
Denn Google schreibt ja auch, das Linktauschprogramme oder gekaufte Links gegen die Google-Richtlinien verstoßen.
Und was sieht aus wie ein gekaufter Link? Richtig, solche die mitten in einem Text erscheinen.

Backlinks von Linkfarmen oder sonstigen Seiten, wo massenhaft Links stehen sollten ebenfalls entfernt werden.
Einträge aus vernünftigen und redaktionell geführten Webkatalogen gehören allerdings nicht dazu… auch wenn das die SEO-Götter und Wunder-Onlinetools behaupten.

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Autor:
Datum: Sonntag, 4. Januar 2015 17:27
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Ein Kommentar

  1. 1

    Ich war selber auch betroffen. Habe es aber alleine wieder in den Griff bekommen. Ich versuche lieber erst selber, bevor ich mir Hilfe hole.

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