Evanzo Teil 3: Der vergebliche Versuch des Hosters, einen Ciao-Bericht löschen zu lassen

20. April 2009 | 4 Kommentare

Im ersten Teil habe ich bereits kurz angedeutet, das Evanzo doch Angst vor einer Veröffentlichung der Wahrheit hat.
Auf meine damalige Drohung, die Vorfälle an die Medien weiter zu geben wurde mir spöttisch und höhnisch geantwortet, das diese ihre Leser/Zuschauer sicherlich nicht damit belästigen wollen.
Hier berichte ich nun, wie Evanzo (vergeblich) versucht hat, meinen Erfahrungsbericht bei Ciao löschen zu lassen.
Nach den Vorfällen um die nicht freigegebenen Domains habe ich im Juni 2008 auf der Erfahrungsplattform Ciao.de darüber berichtet. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich bereits damit abgefunden, meinen Vertrag bis zum Laufzeitende auszusitzen.
Ich wollte einfach erzählen, was mir widerfahren war& und das Evanzo versucht hatte, mir eine Erklärung abzupressen, das ich meinen Vertrag bis zum Ende erfüllen und bezahlen würde.
In dem Erfahrungsbericht schrieb ich deshalb auch deutlich von „Erpressungsversuchen“.
Die Resonanz auf diesen Bericht war übrigens durchweg positiv.

Ende August 2008 erhielt ich plötzlich eine Mail von Ciao mit folgendem Inhalt:

Sehr geehrter Herr Kievelitz,

 Wir wurden bezüglich Ihres Erfahrungsberichtes zum Thema „EVANZO“ leider seitens des beurteilten Unternehmens mit dem Vorwurf abgemahnt, dieser enthalte falsche Tatschenbehauptungen und geschäftsschädigende Äußerungen.

 

Konkret wird die Passage „Erpressungsversuche“ als rechtswidrige Behauptung beanstandet.

 

Nach Prüfung des Berichtes durch unsere Rechtsabteilung hat Ciao sich entschlossen, dem Wunsch auf Löschung vorerst nicht nachzukommen. Wir behalten uns jedoch die Löschung vor.

 

Da wir den Wahrheitsgehalt des Berichts nicht überprüfen können, müssen wir in solchen Fällen auf Sie als User vertrauen. Bitte überprüfen Sie daher von sich aus noch einmal gewissenhaft, ob alle Behauptungen in Ihrem Bericht tatsächlich der Wahrheit entsprechen und teilen uns bitte mit, ob Sie die Aussagen im Ernstfall auch vor Gericht oder durch eidessatttliche Versicherung bestätigen würden.

 

Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie zur Klärung des Sachverhalts damit einverstanden sind, wenn wir Ihre Identität offenbaren?

 

Auf Ihren persönlichen Wunsch können wir aber auch gerne die Löschung des Berichts veranlassen.

 

Wir erwarten Ihre Stellungnahme bis spätestens 28.08.2008. Sollten wir bis dahin von Ihnen keine Rückmeldung von Ihnen erhalten, behalten wir uns vor den Bericht vorläufig von unserer Seite nehmen bzw. die beanstandete Passage zu löschen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Management Community Support

Ciao GmbH Deutschland

 
Ich muß gestehen, das diese Mail runter ging wie Öl.
Diese sich unantastbar und teilweise arrogant gebende Firma machte sich augenscheinlich doch Sorgen um ihr Ansehen in der Öffentlichkeit.
Tja… ein halbes Jahr vorher wurden noch spöttische Mails von Evanzo geschrieben und nun versuchte man, einen Tatsachenbericht löschen zu lassen.

Selbstverständlich war ich bereit, meine Aussagen vor Gericht oder in einer Eidesstattlichen Erklärung zu bestätigen.
Dies teilte ich Ciao auch  mit. Damit war die Sache für Ciao wohl erledigt und auch von Evanzo schien danach nichts mehr gegen meinen Erfahrungsbericht unternommen worden zu sein.

Es ist vermutlich überflüssig zu erwähnen, das der Bericht bis heute online ist und vorallem die beanstandete Passage nach wie vor existiert. 🙂

Fortsetzung folgt im vierten Teil…